Hangar (5) Piper Cub
Piper Cub und Super Cub
Die Piper Cub und Super Cub gehört wohl zu den bekanntesten und meist produzierten Flugzeugen ihrer Klasse. In den USA ist der Begriff Cub über 80 Jahre nach der Einführung fast ein Synonym für Flugzeuge der „Allgemeinen Luftfahrt“. Der kostengünstige „VW der Lüfte“ eröffnete breiteren Bevölkerungsschichten in Amerika das Fliegen.
Die Geschichte der Piper Cub und Super Cubs
Die Geschichte der Cub begann im Jahr 1927, als die beiden Brüder C. Gilbert und Gordon Taylor die Taylor Brothers Aircraft Company gründeten. Ziel des Unternehmens war die Produktion und Vermarktung eines kleinen, zweisitzigen Eindeckers. Die “Chummy” war erst ein Jahr zuvor von Gilbert Tylor entworfen worden.
Leider wurde Gordon Taylor bei einem Flugzeugabsturz im April 1929 getötet. Sein Bruder führte das Unternehmen aber weiter. 1930 musste Taylor die Firmenanteile an William T. Piper (für 761$ !) verkaufen, um einen Bankrott zu vermeiden. Piper reorganisierte das Unternehmen und benannte es ab 1935 Piper Aircraft Company.
Zunächst führte Piper 1930 die Entwicklung von Taylors E2, einem Hochdecker mit hölzernen Flügeln und einem Stahlblech-Rumpf fort. Diese verbesserte E2 Version, die mit einem A-4O Motor (37 hp /28-kw) von Continental Motors Corporation ausgerüstet wurde, erhielt am 11 Juli 1931 die amtliche Zulassung und wurde erstmals „Cub“ (dt: Flegel, Bengel) genannt. Im ersten Jahr wurden bereits 22 E2 zum Stückpreis von 1,325 $ verkauft.
Nach Unstimmigkeiten mit Piper verließ Gilbert Taylor 1935 die Piper Aircraft Company und gründete seine Taylorcraft Aviation Company of Alliance, Ohio. Piper ließ unter der Leitung des erst 19-jährigen Entwicklers Walter Jamouneau die E-2 Cub überarbeiten und veröffentlichte 1936 die Taylor J-2 Cub ( ‘J’ für Jamouneau).
Als das Unternehmen 1937 von einem Großbrand fast vollständig zerstört wurde, verlagerte Piper die Produktion nach Lock Haven, Pennsylvania, wo bis 1955 die Piper Aircraft Company beheimatet blieb. Bereits im folgendem Jahr wurde die weiter verbesserte Cub J-3 veröffentlicht, die mit 40 hp Motoren von Continental, Lycoming, oder Franklin ausgerüstet werden konnte. Bereits damals führte Piper die einheitliche Farbgebung in Gelb und Schwarz ein, die bis heute bei Cub-Piloten sehr beliebt ist. Bis 1940 wurde die Motorleistung bis auf 65 hp (Cub J-3 C65) angehoben, womit das Leichtgewicht vorerst ausreichend motorisiert war.
Zur Vorbereitung auf den Kriegseintritt der USA wurde das Civilian Pilot Trainig (CPT-Programm) gestartet, um möglichst viele Piloten auszubilden. Dabei waren bis zu 80% der Schulflugzeuge Piper Cub J-3. Eine modifizierte Version der J-3 für militärische Verwendung wurde als Piper L-4 oder O-59 bezeichnet und als Aufklärungs- und Verbindungsflugzeug eingesetzt. Die militärische Version der Cub J-3 wurde allgemein mit dem Spitznamen „Grashopper“ bezeichnet. Zwischen 1939 und 1947 wurden 14125 Cubs gefertigt.Trotz dieser großen Stückzahlen sind heute in Europa nur noch wenige Cub J-3 erhalten. Eine der letzten J-3C65 ist die D-ENEF der Sportfliegergruppe Schwenningen, die in dem herrlichen Bildband von Jürgen Gaßebner „Die schönsten Oldtimer-Flugzeuge“ (Motorbuch Stuttgart 1998) beschrieben ist.
Neben der Cub J-3 entstanden weitere Pipermodelle, wie bereits 1939 die J-5A Cub Cruiser, ein Dreisitzer mit 75 hp, aus der 1945 die PA-12 Super Cruiser entstand. Die PA-14 „Family Cruiser“ und die PA-15 „Vagabond“ sind nur in geringen Stückzahlen gebaut worden und in Europa nahezu unbekannt.
Auf der Basis der viersitzigen PA14 entwickelte Piper 1949 die PA-18, von der in den nächsten 40 Jahren über 9000 Exemplare gebaut wurden. Die neue zweisitzige „Super Cub“ wurde mit Metallflügeln und Landeklappen ausgestattet und mit einem 90 hp (65 kW) Continental C-90 Motor (PA-18-90) angetrieben.
In den folgenden Jahren wurden leistungsstärkere Motoren eingesetzt so dass die Modelle PA-18-105 (105hp Lycoming O-235-C1 ), PA-18-125 (125hp Lycoming O-290-D ), PA-18-135 (135hp Lycoming O-290-D ) und PA-18-150 (150hp Lycoming O-320. ) entstanden. Daneben gibt es noch zahlreiche Umbauten mit anderen Motoren und 1980 baute Piper sogar einige PA-18-180 (180hp Lycoming O-360 ) als Experimental-Flugzeuge.

10. Juni 2010 um 15:49
Hallo Piper-Fans!
Ein paar Tage nachdem ich diesen Artikel geschrieben habe, fand ich beim Buschflieger-Blog Westwood-Inn einen Hinweis auf das oben angeführte kleine Buch “How to Fly a Piper Cub”. Westwood hat beim Stöbern im Web auf der Site von Paragonair (http://www.paragonair.com/) das Heft als PDF-Datei gefunden und freundlicherweise nochmals ins Netz gestellt. Das Heft von 1963 sollte sich unbedingt jeder mal anschauen. So einfach sah man die Fliegerei in USA noch vor 50 Jahren.
Danke Westwood für den Super-Hinweis!
Gruß
mak
17. Juni 2010 um 15:16
Hallo Piper-Fans,
bezüglich der Flight Replicas Super Cub habe ich bei den Entwicklern nachgefragt, ob FSX-Acceleration tatsächlich Voraussetzung für eine fehlerfreie Funktion der Super Cubs ist. Ich erhielt umgehend folgende Antwort:
Hi Manfred,
Yes, as indicated on the SimMarket purchase page, Acceleration (or FSX Gold, which contains Acceleration) is required. This is due to the different and updated coding available within Acceleration.
If you are running SP2, this will indeed unfortunately affect your flight model and some of the animations.
If you have purchased just a few days ago, then you will have the latest version of the Super Cub package.
I highly recommend obtaining Acceleration, not just for the Super Cubs, but to be able to enjoy the additional features and to have FSX at its maximum.
Regards,
Michael
Flight Replicas
Jetzt verstehe ich das seltsame Flugverhalten der Super Cub. Irgendwie komme ich mir jetzt abgezockt vor! Muss ich jetzt nochmals 40€ hinblättern, damit die Kisten ordentlich fliegen oder soll ich das Paket in den Müll werfen und FR in Zukunft einfach ignorieren?
Gruß
mak