der FS-Alpenflieger

mit dem Flugsimulator zu den Gipfeln der Alpen

Hangar (4) Do 27

4. Dornier Do 27

Do 27 in den Alpen

Eine Do 27 in den Alpen

Geschichte: Von 1945 bis Mai 1955 war es der deutschen Industrie verboten, Flugzeuge zu entwerfen, zu bauen und zu betreiben. Deshalb ging der bekannte Flugzeugpionier Julius Dornier mit seinem Sohn Claudius nach Spanien. Dort gründete er das Unternehmen „Oficinas Tecnicas Dornier“. Ab 1953 entwickelte Dornier in Zusammenarbeit mit dem spanischen Flugzeughersteller CASA ein STOL-(“Short take off landing”) Flugzeug, den einmotorigen Schulterdecker DO25. Das Flugzeug kann als Weiterentwicklung des berühmten Fieseler-Storch betrachtet werden. Schon1954 flog der erste Prototyp  in Sevilla.

Die Weiterentwicklung benötigte nur ein Jahr, so dass der Start der ersten DO27 bereits am 27.6.1955 bei Madrid unter der Regie von “Oficinas Technicas” stattfinden konnte. Die Konstruktion der Do 27 wurde noch in Spanien beendet. Als Triebwerk wurde der Lycoming GO-480 B1A6 mit 276 PS ausgewählt. Die wesentlichen Unterschiede zur Do 25 waren der geteilte Flügel, eine größere Seitenflosse, andere Ruder und Türen und das erhöhte Abfluggewicht.

Im Mai 1956 erlangte die BRD die Lufthoheit zurück und durfte auch wieder Flugzeuge bauen. Die neu aufgestellte Bundeswehr benötigte dringend ein Aufklärungs- und Verbindungsflugzeug. Dornier stand bereit und erhielt den Auftrag über 469 ( später auf 428 reduziert) Do 27. Der größte Teil der Dorniermitarbeiter kehrte bereits 1955 nach Deutschland zurück und baute die Dornier-Flugzeugproduktion wieder auf.

Im November 1957 wurde das erste zivile Serienflugzeug des Musters Do 27 fertiggestellt. Es erhielt das berühmte Kennzeichen D-ENTE. Mit diesem Flugzeug erforschte Prof. Grzimek und sein Sohn Michael auf unzähligen Beobachtungsflügen Ostafrika. Michael Grzimek verunglückte am 10. Januar 1959 mit einer Do 27 tödlich. (der Dokumentarfilm: „Die Serengeti darf nicht sterben“ erhielt 1960 den Oskar.)

Bis 1966 wurden über 600 Maschinen von den Dornier-Werken gefertigt. Damit war sie der erste deutsche Flugzeugentwurf, der nach dem zweiten Weltkrieg in Großserie produziert wurde. Zu den Kunden gehörten die deutsche Bundeswehr (428 Stück) und die schweizer Luftwaffe (7 Stück). In Spanien wurden 50 Maschinen in Lizenz gebaut und dort als Casa 127 bezeichnet. Nach der Ausmusterung durch die deutsche Luftwaffe in den 1970er- und 1980er-Jahren wurden viele Maschinen an private Nutzer abgegeben. Auch heute noch sind zahlreiche Do 27 zugelassen und auf Airshows zu bewundern. Eine Liste bei Do27.com zeigt alle Do 27 mit Deutscher Kennung (Stand 09/2009)

technische Daten:

  • Besatzung: 1-2 Passagiere:4-5
  • Antriebsart: Kolbenmotor
  • Triebwerkstyp: Lycoming GO-480-B1A6
  • Leistung : 201 kW / 270 hp
  • max. Reisegeschwindigkeit : 241 km/h (130 kts / 150 mph)
  • Höchstgeschwindigkeit (vne): 333 km/h (180 kts / 207 mph)
  • Dienstgipfelhöhe: 3.353 m (11.000 ft)
  • Reichweite: 1.100 km (594 NM / 684 mi)
  • Leergewicht: 1.200 kg (2.646 lbs)
  • Startmasse max.: 1.850 kg (4.079 lbs)
  • Spannweite: 12,00 m (39,4 ft)
  • Tragflügelfläche: 19,4 m² (209 ft²)
  • Länge: 9,60 m (31,5 ft)
  • Höhe: 3,50 m (11,5 ft)

Die Do 27 wurde als einmotoriger freitragender Hochdecker in Ganzmetallbauweise gebaut. Der Antrieb erfolgte durch einem luftgekühlten Sechszylinder-Boxermotor Lycoming GO-480-B1A6. Ein Zweiblatt-Verstellpropeller mit fast 2,5 Meter Durchmesser setzte letztlich die 274 PS Leistung des Motors in kräftigen Vortrieb um.

Als Besonderheit wurde die Flügel-Hinterkante als Doppelspaltklappe ausgeführt, wobei die inneren Querruder wie zusätzliche Klappen ausgefahren wurden. Das besonders großes Seitenruder (2,6 m2) und die Flettner-(Hilfs-) Ruder erleichterten die Steuerung im Langsamflug. Rumpf und Flügel der Do 27 wurden aus Aluminium hergestellt. Zur Gewichtsersparnis wurden die Ruder aber stoffbespannt.

Ein Strömungsabriss ohne Motorkraft (Standardverfahren power-off-stall) war mit der Do 27 gar nicht möglich, weil das nur langsam angeströmte Höhenruder nicht den notwendigen Anstellwinkel bewirken kann.
Die technischen Daten weisen die Do 27 als kräftigen „Allzweck-Flieger“ aus. Als Gebirgsflugzeug ist eine Do 27 nur begrenzt zu verwenden, da die Dienstgipfelhöhe von nur 11.000 ft (3350 Meter) nicht ganz für die höchsten Alpenpifel ausreicht.

Trotzdem steht aber eine Do 27 in meinem „Alpenflieger-Hangar“ und wird auch immer wieder mal für einen VFR-Flug genutzt. Denn die Do 27 für den FSX ist meiner Meinung nach ein ganz besonderes Modell.

Die Do 27 war für mich ein ganz spektakulärer Entwicklungsschritt für Simulatorflugzeuge. Der Entwickler Marcel Felde hauchte seinem Flugzeug in bisher nicht bekanntem Maße „Leben ein“. Eine Do 27 X darf nicht wie bisher von Sim-Fliegern gewohnt, unter Volllast in die Höhe geprügelt werden. Bei unsachgemäßer Handhabung quittiert der Motor qualmend den Dienst.

Artikel noch in Bearbeitung! Ergänzungen folgen!
Bitte etwas Geduld.

 

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